Augenzentrum Zollernalb Dr. med. Hans Peter Kutschbach

Unsere Leistungen
Behandlung von Netzhauterkrankungen: Behandlung von Makula

Eine kausale Behandlung erfolgt mit den VGEF-Hemmern.
In ausführlichen Forschungsarbeiten der vergangenen zehn Jahre wurde
der vasoendotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) als wichtigste Ursache für
die Angiogenese und choroidale Neovaskularisation (CNV) identifiziert. Die
Behandlung der feuchten AMD hat sich dadurch dramatisch verändert. Man
versucht nicht mehr, die übermäßige Vaskularisation mit Lasern oder einer
photodynamischen Therapie (PDT) zu zerstören, sondern die Wirkung von
VEGF zu blockieren. Als derzeit wirksamstes Präparat, das über eine Zulas-
sung verfügt, wird das Ranibizumab zur intravitrealen Injektion (Lucentis)
angesehen.

Welche Hilfsmittel können das Sehen verbessern?
Mit einer "stärkeren" Brille lässt sich höchstens im frühen Stadium der
altersbedingten Makuladegeneration eine geringe Sehverbesserung errei-
chen. Es gibt aber spezielle Sehhilfen, die eine Vergrößerung des Bildes
auf der Netzhaut bewirken. Da die Makula Millionen von Sinneszellen ent-
hält und die Krankheit langsam fortschreitet, können noch über lange Zeit
intakte Inseln bleiben. Solange es genügend sind, um z.B. eine vergrö-
ßerte Schriftzeile zusammenhängend zu erkennen, können optische oder
elektronische Hilfsmittel dem Patienten das Lesen ermöglichen. Allerdings
muss er sehr viel Geduld aufbringen und den festen Willen haben, die an-
fangs erheblichen Schwierigkeiten zu überwinden. Je stärker diese Sehhil-
fen das Bild vergrößern, desto mehr engen sie das Gesichtsfeld ein. Doch
wer immer gern gelesen hat, wird diese anstrengende Eingewöhnungszeit
in Kauf nehmen und sich einen wichtigen Teil seiner Unabhängigkeit und
Lebensqualität erhalten. Auch zum besseren Erkennen entfernter Objekte
stehen für sehbehinderte Patienten Hilfsmittel zur Verfügung – z.B. um das
Geschehen auf dem Bildschirm verfolgen zu können.

Trotz der technischen Fortschritte auf dem Gebiet der vergrößernden Seh-
hilfen kommt längst nicht jeder Patient mit dem System zurecht, das theo-
retisch für ihn geeignet ist. Es genügt nicht, den Grad der Vergrößerung zu
ermitteln, der im Moment günstig erscheint. Das Stadium und der weitere
Verlauf der Krankheit sind ebenso entscheidend wie das Allgemeinbefinden
des Patienten, seine Belastbarkeit, seine Motivation und seine Lebensge-
wohnheiten.

Führt die altersbedingte Makuladegeneration zur Erblindung?
Da die Sinneszellen, die außerhalb der Makula liegen, durch diese Krank-
heit nicht zerstört werden, bleibt dem Patienten das Orientierungsvermö-
gen erhalten. Selbst im späteren Stadium, wenn die zentrale Sehschärfe
restlos verloren ist, kann er Kontraste und Umrisse wahrnehmen. Vor dem
Gesetz gilt er dann jedoch als blind und hat Anspruch auf Blindenhilfe.

Kann man der altersbedingten Makuladegeneration selber
vorbeugen?
Wissenschaftlich fundierte Empfehlungen gibt es noch nicht.
Alles, was der allgemeinen Gesundheit dient, kommt auch dem Auge zu-
gute. Vor ständigem direkten Einfall der Sonnenstrahlen sollte man die
Augen schützen. Dazu sind jedoch nur Sonnenbrillen mit UV-Schutzgläsern
geeignet. Dunkle Gläser allein können mehr Schaden anrichten als nützen.
Sie verhindern die natürliche Schutzreaktion der Pupille, die sich bei
hellem Licht verengt. Überaus wichtig ist die Selbstbeobachtung, damit
eine beginnende Makuladegeneration erkannt werden kann, bevor eine
Minderung der Sehschärfe eintritt. Darum sollte jeder spätestens ab dem
55. Lebensjahr an in kurzen und regelmäßigen Abständen einen Test mit
dem Amslernetz machen.

Amsler Test
Er ist ganz einfach: Man fixiert den Punkt in der Mitte des Gitters. Dass
dabei zum Rand des Testbildes hin alles unschärfer wirkt, ist normal. Wenn
jedoch die Linien krumm und die Quadrate verbogen erscheinen, besteht
Grund genug, den Augenarzt sofort aufzusuchen und ihn über die Beob-
achtung zu informieren. Für den häufig reisenden Patienten besteht die
Möglichkeit, diesen so wichtigen
Test anhand einer Amslerkarten
in Scheckkartenformat (leicht
in Geldbörse aufzubewahren)
ständig zur Hand zu haben.
Die Ursachen solcher Sehstörun-
gen können auch anderer Natur
sein. Deshalb ist eine Untersu-
chung des Augenhintergrundes
mit dem Außenspiegel unbedingt
erforderlich.

Zusammenfassende Darstellung der Therapiemöglichkeiten:
• Laserkoagulation
• Chirurgische Therapie
• Strahlentherapie
• Medikamentöse Therapie
• vergrößernde Sehhilfen
Alle Therapieformen haben nur einen beschränkten Effekt.

Der Berufsverband der Augenärzte BVA in Düsseldorf hat ebenfalls
eine ausführliche Broschüre herausgegeben.

Ein wichtiges Anliegen einer umfassenden Information sollte sein, zu
verhindern, dass betroffene Menschen in ihrer Not zu Scharlatanen pilgern,
die falsche Hoffnungen wecken und den Patienten dann noch stärker ent-
täuschen. Insbesondere scheinen Behandlungsverfahren mit Akupunktur
und Oxygenierung des Blutes Maßnahmen zu sein, bei denen hauptsäch-
lich der „Therapeut“ profitiert. Berichte aus dem Ausland, zum Beispiel
aus Dänemark und der Schweiz haben spektakuläre Erfolge dargestellt,
die näherer Betrachtung meist nicht standhalten.

Wir empfehlen Ihnen,
Ihre Augen einmal
jährlich kontrollieren
zu lassen!

Gutes Sehen in jedem
Alter!

Für ein lebenslanges
gutes Sehen bieten wir
Ihnen, zusätzlich zu den
allgemeinen Kassenleis-
tungen – die sich nur
auf das medizinisch Aus-
reichende beschränken –
eine optimale Vorsorge
Ihrer Augen an.